Aquarellprojekt der 2A
Zwei Wochen lang arbeiteten die SchülerInnen der 2A der Albertus Magnus Schule mit der Künstlerin Gabriele Chiari, die in Österreich geboren wurde, in Paris Malerei studierte und dort seither lebt. Sie brachte uns zwei Aspekte ihrer Arbeit näher, den Zufallsfaktor in ihrer Malweise und die Zeichnung.
Bei der Schilderung ihres Künstlerinnenalltags kam heraus, dass Gabriele Chiari sehr geplant an die Arbeit geht, was man aufgrund ihrer Bilder, großflächigen Schütt- und Klatschspuren auf Aquarellpapier, gar nicht vermuten würde.
Als praktische Arbeit sollten die Kinder selbst Experimentalanordnungen treffen und ein Abklatschbild mit Achsen, die symmetrisch oder auch asymmetrisch verlaufen konnten, herstellen. Die Farbe wurde dabei geschüttet oder mit großen Pinseln aufgetragen.
Die Art in der sich die Flecken im Trocknungsprozess geformt hatten, wurde im nächsten Termin gedeutet: Zuerst wurden in der Betrachtung gegenständliche Interpretationen gefunden oder besonders interessante Stellen besprochen. Dann sollte mittels Zeichnung ergänzt oder ein Teil abgezeichnet werden.
Ob mit Filzstift, Bleistift oder Buntstift gearbeitet wurde stand den Schülern frei. Die Zeichnungen wurden in der Ausstellung unter die Aquarelle gehängt.
Die zweite Aufgabenstellung war, eine Landschaft aus dem Papier zu formen, durch geordnetes oder spontanes Falten, knicken oder wellen. Das so entstandene Relief wurde wieder mit Aquarellfarbe übergossen, so dass sich beim Trocknen Seen mit kristallinen Zackenrändern bildeten. Das Interessante war, dass sich Mischfarben in ihre Komponenten aufteilten, je nach Schwere und Feinheit des jeweiligen Pigments.
Wieder wurden Zeichnungen der Aquarelle angefertigt.
Die Ausstellung fand über dem Klassenraum der 2A über drei Wochen hinweg statt.

 

Brigitte Rohrmoser.

 
< zurück   weiter >