Das Skilager

Semesterferien heißt in der Jungschar wieder Lagerzeit. Jedes Jahr machen wir uns auf, um ein ausgewähltes Schigebiet unsicher zu machen. Schigebiete wie das Lavanttal, Hintersee, Scheffau und Radstadt waren in den letzten Jahren unsere Reiseziele. Wir wollen hier in einem kurzen Überblick ein typisches, einfach mitreißendes Schilager schildern.

Der erste Ferientag wird zum Anreisetag. In der Früh treffen sich alle um mit einem Reisebus dem Stau so gut wie möglich zu entgehen. Schon die Busfahrt stimmt alle so richtig auf das Lager ein und man merkt wie die Vorfreude auf das Lager steigt. Natürlich lässt sich ein Stau nie vermeiden und so ist Kreativität schon im Bus gefragt: gemeinsam singen, spielen, aber auch Kräfte sammeln ( z.B. ein nettes Schläfchen ) sind für die Kinder die richtige Einstimmung auf DAS Winterlager der Jungschar.

Der erste Abend wird traditioneller Weise für die Erinnerung an die sehr wichtigen FIS-Regeln und das Basteln zimmereigener Postkästen genutzt. Diese Postkästen sind eine sehr lustige Einrichtung, wenn sie genützt werden. Jedes Kind kann jedem anderen ein Brieferl schreiben und in seinen Briefkasten legen.

Am ersten Schitag geht’s dann endlich los. Nach dem Frühstück geht’s endlich auf die Piste. Die Brettln angeschnallt und ab auf den Berg. In der Jungschar geht es beim Schifahren nicht um die richtige Technik und den besten Schifahrer oder Snowboarder, sondern um gemeinsam Spaß und Gaudi auf der Alm zu haben. Die Schigruppen sind deshalb bei uns auch nicht nach Können eingeteilt sondern wenn möglich nach Jungschargruppen. Und natürlich gibt es auch jedes Jahr Anfänger, die bei uns erst Fahren lernen. Die Gruppenleiter sind zwar keine geprüften Schilehrer, aber den Berg ist noch immer jeder heruntergekommen nach einer Woche mit uns, so oder so.

Am Abend gibt es Jungscharprogramm für die Unterstufe und danach Club Programm für die Oberstufe. Was das ist, Jungschar bzw. Clubprogramm. Gute Frage! Das ist garnicht so leicht in ein paar Sätzen zu erklären. Aber wir werdens versuchen. Aber am besten ist, wenn man sich bei alten Lagerhasen erkundigt, die schon öfters dabei waren.

Da gibt es zum Beispiel einen Rodelabend mit anschließendem Rennen, Fackelwanderungen und Videoabende. Außerdem darf auf einem Schilager ein Mörderspiel nicht fehlen, wo ein Mord aufgeklärt werden soll, Columbo und Derrik können sich von uns noch was abschauen! Und dann gibt’s noch diese bunten Abende, die wirklich schwer zu beschreiben sind, weil diese Stimmung und Gaudi nicht zu Papier gebracht werden kann, einfach ausgelassen tanzen, singen, spielen, blödeln ganz ohne Computerspiele und Fernsehen. Das Zauberwort heißt „gemeinsam“, denn das ist es, was einen bunten Abend, einen Schitag ja sogar das ganze Lager ausmacht. Und da wir für dieses kostbare Geschenk auch gerne einmal Danke sagen, feiern wir auch einmal eine Messe oder einen Wortgottesdienst. Mit einem Wort: Die Woche vergeht wie im Flug und kaum hat man einmal mit der Wimper gezuckt, da steht auch schon der Abschlussabend vor der Tür.

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