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Der Ordensgründer der Marianisten

Der französische Priester Wilhelm Josef Chaminade ist der Gründer der Gesellschaft Mariä (Marianisten). Er lebte von 1761-1850 in Südfrankreich. 1785 wurde er zum Priester geweiht und nahm sich besonders der Jugend an. In den Wirren der Französischen Revolution musste er wegen seiner Seelsorgstätigkeit aus Bordeaux nach Spanien (Saragossa) flüchten. 

1800 kehrte er nach Bordeaux zurück. Er sammelte junge Männer um sich, die sich zu einer Gemeinschaft von Laien im Namen der Gottesmutter Maria (Kongregation) zusammenschlossen und sich sozial engagierten. Das war teilweise eine Vorform der späteren "Katholischen Aktion".


Chaminade setzte ganz auf das Apostolat der Laien. Er war ein Vorkämpfer für die Gleichstellung (Gleichberechtigung) von Laien und Priestern. Aus dieser Kongregation erwuchsen die Ordensgemeinschaften der Marianistenschwestern (1816) und die "Marianisten" (1817).

Wilhelm Josef Chaminade wurde am 3. September 2000 in Rom seliggesprochen.
Sein Gedenktag wird immer am 22. Jänner gefeiert.
 
Marianistische Apostolats Gruppen (MAG)

 

Die Ordensgemeinschaft der Marianisten ist aus Laiengruppen entstanden, die nach dem geistlichen Weg von Wilhelm Josef Chaminade leben wollten.
Heute versuchen die Mitglieder der Marianistischen Apostolatsgruppen aus dem marianistischen Geist zu leben und in unserer Zeit ein Zeichen des Glaubens zu sein, indem sie sich für Arme einsetzen, sich um Suchende kümmern oder in Gebetsrunden einander im Glauben stärken.

Das begonnene Werk und der Einsatz Pater Chaminades wird heute von 10.000 Mitgliedern der marianistischen Laiengruppen in vielen Teilen der Welt weitergeführt.Christen in der MAG und Ordenschristen in der Gesellschaft Mariä bilden miteinander die Marianistische Familie.
 
Marianisten in aller Welt

 

Derzeit arbeiten 1444 Marianisten in 34 Ländern der Welt:
Argentinien, Bangladesch, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Ecuador, Elfenbeinküste, Großbritannien, Frankreich, Guatemala, Indien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kolumbien, Kongo, Korea, Kuba, Litauen, Malawi, Mexiko, Österreich, Peru, Polen, Sambia, Schweiz, Spanien, Togo, Tschechien, Tunesien, USA.


Sie widmen sich der Erziehung und Glaubensweitergabe in vielen Bereichen: in Schulen und Universitäten, Heimen und Bildungshäusern, Pfarren, Missions- und Entwicklungsarbeit.

Auf Grund der Zusammensetzung der Gemeinschaft aus Priestern und Laien ergibt sich eine Fülle von Arbeitsmöglichkeiten, die gemeinschaftlich erfüllt werden und weit über die herkömmliche Seelsorgetätigkeit hinausgehen können.